„Die Jugend
verdient diese Chance“
Benjamin Raich

Ich bin während meiner Zeit als Profi-Sportler in vielen Skigebieten der Welt unterwegs gewesen. Auch heute sehe ich mir noch gerne an, wie anderswo Winter-Tourismus gestaltet wird. Eines der eindrucksvollsten Beispiele für die nachhaltige Entwicklung durch einen Ski-Zusammenschluss stellt für mich die Sellaronda dar. Hier wurde mit Maß und Ziel eine Verbindung realisiert, durch die das Grödnertal oder auch das Hochabteital stark gewonnen haben. Die Allgemeinheit in beiden Tälern profitiert bis heute von dieser einzigartigen Runde, und das unter Wahrung der besonderen Natürlichkeit und Qualität der Dolomiten.

Für das Pitztal ließe sich durch einen Zusammenschluss mit dem Ötztal eine ähnliche Entwicklung anstoßen. Auch wir könnten den dringend benötigten Aufschwung in unserem Tal ermöglichen – mit überschaubarem Aufwand. Schon jetzt sind beide Skigebiete nur durch einen Berghang getrennt. Der größte Teil der Berglandschaften in unseren beiden Tälern würde durch das Projekt unberührt bleiben. Auf fast allen Gipfeln könnte man nach wie vor ungestört wandern, Skitouren gehen und die unberührte Natur genießen, wie ich es selbst gerne mache.

Ich weiß, dass wir in der Lage sind, mit Pitztal-Ötztal einen ebenso sensiblen und eigenständigen Weg zu gehen wie unsere Freunde in Südtirol bzw. Italien mit der Sellaronda. Ich lade deshalb die Skeptiker dieser visionären Idee ein, sich selbst ein Bild von der Situation im Pitztal zu machen. Die Verbindung unserer beiden Skigebiete ist für unsere Bevölkerung der dringend benötigte regionalwirtschaftliche Impuls. Gerade die Jugend verdient diese Chance. Durch sie können sie ihre Zukunft im Tal aktiv gestalten und absichern.

Benjamin Raich,
Olympia-Sieger aus Arzl im Pitztal

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