Ötztal baut seit Jahren
Öffi-Angebot aus

Das Ötztal hat in den vergangenen Jahren große Anstrengungen zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehr-Angebots unternommen. Die Transportleistung ab Ötztal-Bahnhof ins hintere Tal hat sich seit 2012 verdoppelt. 4,1 Millionen Fahrgäste nutzten 2018 die öffentlichen Verkehrsmittel im Tal. Den nächsten Schritt wollen die Ötztaler nun mit einem breit angelegten Bürger-Beteiligungsprozess und der Entwicklung der „Mobilitätsstrategie 2030“ setzen. Ziel: mehr Mobilität, weniger Verkehr.

Schon vor zehn Jahren wurde die Devise ausgegeben, Gäste zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Dafür haben die Ötztaler massiv investiert. 440 Haltestellen wurden eingerichtet, davon 47 mit digitaler Fahrgastinformation, wie man sie sonst nur aus urbanen Zentren kennt. 38 Busse pendeln im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) heute täglich durchs Ötztal. Die Transportleistung ab Ötztal-Bahnhof ins hintere Ötztal hat sich seit 2012 verdoppelt. Während der Wintersaison nutzen allein in der Gemeinde Längenfeld täglich rund 2.000 Ski-Gäste den im 5-Minuten-Takt verkehrenden Skibus nach Sölden. In Ötztal-Bahnhof wurde durch Verhandlungen mit den ÖBB der Anschluss an den internationalen Schienen-Fernverkehr hergestellt. 2,5 Millionen Gäste werden im Winter mit Öffis durchs Tal befördert, ganzjährig sind es 4,1 Millionen.

Mobilitätsstrategie 2030
Den nächsten Schritt setzen die Gemeinden des Tals, der Tourismusverband und die Bergbahnen ganz aktuell. Der Startschuss zur „Mobilitätsstrategie 2030“ ist im September 2019 gefallen. Diskussions- und Arbeitsmeetings in den einzelnen Gemeinden sollen die Ideen der Bürgerinnen und Bürger erfassen. Diese Impulse begründen einen Masterplan zur Reduktion des Verkehrs. Gäste, aber auch Einheimische sollen ein noch attraktiveres Angebot vorfinden, um vermehrt vom Pkw auf alternative Mobilitätsangebote umsteigen zu können.

Bürgerbeteiligung im Zuge der Ötztaler Mobilitätsstrategie: Das gesamte Tal arbeitet an Lösungen zur Verkehrsentlastung.

Mobilitätskoordinator bestellt
Mit Andreas Knapp wurde ein hauptamtlicher Mobilitätskoordinator berufen, der diese Entwicklung vorantreiben soll. Die erwartete Steigerung des Verkehrsaufkommens durch die geplante Verbindung der Gletscherskigebiete liegt bei 2–3 %. Für den Experten eine Größenordnung, die sich durch den Ausbau des Nahverkehrs und die Entwicklung alternativer Mobilitätskonzepte ausgleichen lässt. „Das Ötztal hat in den vergangenen zehn Jahren bewiesen, dass es in der Lage ist, eine enorme Anzahl von Gästen für öffentliche Verkehrsmittel zu gewinnen. Wir sind überzeugt, dass uns das durch den nun erfolgten Schulterschluss aller wesentlichen Institutionen des Tales in den kommenden Jahren in noch größerem Maße gelingen wird“, so Knapp.

Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV) im Ötztal

Beförderte Personen:
4,1 Millionen Fahrgäste
davon 2,5 Millionen im
Winter, 600.000 im Sommer und
eine Million in den Nebensaisonen

Eingesetzte Busse:
38 Busse im ÖPNV

Betriebszeiten des ÖPNV:
5:25 – 21:00 Uhr ganzjährig
5:25 – 02:03 Uhr Wintersaison

Nightliner: ganzjähriges Angebot

Anschluss internationaler Fernverkehr:
Top-Anbindung der Zugankünfte in Ötztal Bahnhof

Anbindung Flughäfen:
20 Busse stehen für Transferleistungen (Innsbruck, München, …) im Einsatz. Hinzu kommen zahlreiche Kleinbusse und Taxis von privaten Anbietern.

Frequenzen:
In den Kernzeiten ¼-Stunden-Takt während  der Hauptsaison durchs Ötztal. Punktuell im Winter im 5-Minuten-Takt. Touristische Hotspots sind ganzjährig im Halbstundentakt bzw.  Stundentakt erreichbar.

Haltestellen:
440 im gesamten Tal,
davon 47 mit digitaler Fahrgastinformation

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