Zwei Tiroler Gletscher,
eine starke Verbindung

Die Pitztaler sowie die Ötztaler Gletscherbahnen planen den Zusammenschluss ihrer Skigebiete. Hier finden Sie die wesentlichen Elemente des eingereichten Projektes.

1.

Neuer Zubringer
aus dem Pitztal

Die moderne 3S-Seilbahn Fernerkogl I soll die Zubringer-Standseilbahn Gletscherexpress auf Pitztaler Seite ergänzen. Die moderne Anlage führt von Mittelberg aus ins neue Skigebietszentrum unterhalb der Braunschweiger Hütte. Von hier aus würde eine 10-er Einseilumlaufbahn die Verbindung zum Ötztal herstellen. Gleichzeitig beinhaltet das Zentrum die Bergstation der Verbindungsseilbahn Grabkogl vom Pitztaler Gletscher.

Das in zeitgemäßer Architektur gestaltete Ensemble sieht ein Restaurant, Mitarbeiterräume, Skidepots sowie Lagerräume vor. Der Großteil des Gebäudes würde unterirdisch angelegt und mit Gestein aus der unmittelbaren Umgebung überdeckt, sodass es sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Lediglich die vollverglasten Stationseinfahrten ragen noch ins Freie.

2.

Verbindung
ins Ötztal

Die 10-er-Kabinenbahnen Fernerkogl II + III haben ihren Ausgangspunkt beim neuen Verteiler-Zentrum auf Pitztaler Seite. Beim „Zentrum“ handelt sich zugleich um die Bergstation der neuen, von Mittelberg kommenden 3S-Bahn. Von hier gelangen Skifahrer mit der 10-er Kabinenbahn Fernerkogl II hinauf zur Bergstation auf 3.171 Meter Höhe. Sie liegt östlich des linken Fernerkogls.

Die zweite, nur 326 m lange Verbindungsbahn Fernerkogl III bringt Gäste weiter zum Tiefenbachgletscher in Sölden. Die Bahn endet unmittelbar neben der bestehenden Bergstation der 8-er Einseilumlaufbahn am Tiefenbachgletscher.

3.

Achse zum
Pitztaler Gletscher

Die 10-er-Kabinenbahn Grabkogl Ost und West – bestehend aus zwei Teilstrecken mit gesamt 2.200 Metern Fahrtstrecke – verbindet die bereits existierenden Anlagen auf Pitztaler Seite mit dem neuen Zentrum im Osten des Skigebietes Pitztaler Gletscher. Die Bergstation würde gänzlich als Kaverne im Berg angelegt und somit behutsam in die Landschaft integriert.

Geplante Mittelstation der Fernerkoglbahn

Entgegen anderslautenden Falschmeldungen wird kein Gipfel berührt. Die Kuppierung eines Felsgrates für die Mittelstation der Fernerkoglbahn wurde bewusst irreführend dargestellt. 

Die geplanten Fernerkoglbahnen II und III

Die Fernerkoglbahnen II und III bilden die Verbindung vom Zentrum im Pitztal zum Tiefenbachgletscher in Sölden.

4.

Der Skitunnel

Besucher des Gletscherskigebietes von Sölden kennen den Skitunnel zwischen Rettenbach- und Tiefenbachferner als landschaftsschonende Verbindung zwischen zwei Gletschern. Eine ähnliche rund 614 m lange Tunnelverbindung ist zwischen Ötztal und Pitztal geplant. Das Portal in Sölden liegt im Bereich des Rettenbachferners unterhalb der Mittelstation der Schwarze-Schneid-Bahn. Auf Pitztaler Seite endet die unterirdische Verbindung neben dem Karlesferner.

Skitunnel Ötztaler Gletscherbahnen

5.

Verbindung
ins Ötztal

Im Zuge des Verbindungsprojektes sind 64,4 ha an neuen Pisten geplant, davon liegen 58 ha auf Gletschern. Dies entspricht lediglich 0,6 % der gesamten Gletscherflächen in den Gemeindegebieten von Sölden und St. Leonhard im Pitztal.

Die Familienfreundliche. Die geplante Piste Nr. 50 mit mittlerem Gefälle führt die Skifahrer vorbei an den bestehenden Anlagen des Skigebietes am Pitztaler Gletscher bis zur Gletscherzunge des Mittelbergferners. Hier befände sich die Zwischenstation der Verbindungsbahn Grabkogl West und Grabkogl Ost. Die Piste 50 wäre durch drei Anbindungen mit dem bestehenden Pistensystem am Pitztaler Gletscher verbunden.

Die Anspruchsvolle. Piste Nr. 55 führt als rote Abfahrt vom Sattel des Linken Fernerkogls hinab und teilt sich auf ca. 3.000 Metern Seehöhe in zwei Pisten Richtung neues Seilbahnzentrum.

Die Fordernde. Die geplante Piste Nr. 58 wäre eine schwarze Piste. Sie führt von der Bergstation der Bahn Fernerkogl II in zwei Steilstufen zum Karlesferner und schließt sich final mit der Piste Nr. 55 zusammen.

Die Verbindende. Ein Skiweg mit der Pistennummer 51 stellt vom neuen Zentrum aus die Erreichbarkeit der Zwischenstation der Verbindungsbahn Richtung Pitztaler Gletscher sicher.

Die Einmündung. Auf Ötztaler Seite zweigt mit der Piste Nr. 32 eine Verbindung direkt vom Weltcup-Hang zum geplanten Tunnelportal Richtung Karlesferner ab. Der Tunnel selbst erlaubt als Piste Nr. 52 ebenfalls die Abfahrt vom Ötztaler auf den Pitztaler Gletscher.

6.

Schneeanlage
und Speicherteich

Zur Produktion von technisch erzeugtem Schnee ist außerdem die Errichtung einer Schneeanlage unterhalb des Zentrums vorgesehen. Dazu zählen eine Wasserfassung, eine Pumpstation mit Leitungen und Zapfstellen für die Schnee-Erzeuger sowie ein Speicherteich mit einem Nutzinhalt von 100.800 m³.

Beschneiung sichert Skibetrieb und Gletschereis: Skiwege und Gletscherrandbereiche im Ausmaß von 9,9 ha werden durch die Schneeanlage Karlesferner versorgt. Ohne mechanische Schneeerzeugung ist ein gesicherter und somit ökonomischer Skibetrieb in den Alpen nicht mehr möglich. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen indes, dass gepflegte – also beschneite und präparierte – Gletscherflächen widerstandsfähiger gegenüber dem Abschmelzen sind.

Investitionssumme:
131,6 Mio. Euro

Sämtliche Kosten werden von den privaten Betreibern getragen. Für das Projektvorhaben werden keinerlei öffentliche Fördergelder verwendet.

Akzeptieren
Mehr Infos
Diese Seite verwendet Cookies.