2017 beschloss die Tiroler Landesregierung ein Förderprogramm für das Pitztal. Denn das Tal steht vor extrem fordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen:

  • Bevölkerungsschwund.
    0,5 % Rückgang seit 2009
  • Hohe Arbeitslosigkeit.
    Die Frauenarbeitslosigkeit liegt 3 %-Punkte über dem Bezirksschnitt.
  • Schlusslicht bei Kommunalsteuern.
    Die Erlöse aus der Kommunalsteuer sind im Pitztal im Schnitt um ein Drittel niederer als im restlichen Bezirk.
  • Negative Nächtigungsbilanz.
    Minus 0,8 % seit 2013 (negative Nächtigungsbilanz als einziger Tourismusverband Tirols).
  • Niedere Auslastung.
    Das Pitztal liegt um 15 % unter den Betten-Auslastungszahlen des Bezirks Imst insgesamt
  • Investitionsstau.
    Als Folge der negativen Nächtigungsentwicklung gibt es einen Investitionsstau bei den Tourismusbetrieben. Und dadurch weniger Aufträge für lokales Gewerbe und Handwerk.

Wertschöpfung
für die Allgemeinheit

Gondeln am Pitztaler Gletscher

Der Zusammenschluss der Gletscherskigebiete im Pitztal und Ötztal bringt Tirol vor allem eines – zusätzliche Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Die regionalwirtschaftliche Analyse der Wirtschaftskammer Tirol kommt zu klaren Ergebnissen hinsichtlich des gesamtregionalen Nutzens des Projektes.

Einmalige Effekte in Tirol während der Dauer der Investition

  • Investitition: 131,6 Millionen Euro, davon 64,0 Millionen Euro in Tirol
  • Zusätzliche Wertschöpfung: 140,3 Millionen Euro
  • Arbeitsplätze (Vollzeit): 1.194
  • Erhöhung der Lohnsumme: 59,6 Millionen Euro
  • Steuereinnahmen: 68,1 Millionen Euro

Laufende Effekte in Tirol aus touristischer Nachfrage

  • Erhöhtes Bruttoregionalprodukt: 41,2 Millionen Euro pro Jahr
  • Neue dauerhafte Arbeitsplätze (Vollzeit): 356
  • Zusätzliche dauerhafte Lohnsumme: 15,3 Millionen Euro pro Jahr
  • Jährliche zusätzliche Steuereinnahmen: 22,4 Millionen Euro

Sämtliche Daten entstammen der Regionalwirtschaftlichen Analyse zum Zusammenschluss der Gletscherskigebiete Pitztal und Ötztal. Erstellt wurde diese von der Wirtschaftskammer Tirol in ihrer Funktion als Standortanwalt und der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung.

Stimmen
aus dem Pitztal

„Die Verbindung der Gletscherskigebiete ist eine Chance und sichert die Zukunft der nächsten Generation im Pitztal.“

Riccardo Auer
ADEG Markt, Mandarfen

„Wir wohnen, leben und arbeiten hier und wollen auch keinen Massentourismus. Aber es braucht einen wirtschaftlichen Aufschwung, sodass junge Unternehmer im Tal bleiben, dass Betriebe weitergeführt werden und dass stinknormale Grundlagen gesichert sind. Zum Beispiel, dass wir bis zu einer Apotheke nicht 35 km weit fahren müssen.“

Jasmin Walser
Hotel Vier Jahreszeiten, Mandarfen

„Ich finde es nicht richtig, dass auf dem Rücken unserer kleinen Talgemeinschaft eine Grundsatzdiskussion zum Klimawandel ausgetragen wird. Ich nehme die öffentliche Hetzjagd in den Sozialen Medien der Organisationen aus Wien sehr persönlich. Es tut mir weh, wenn wir im Tal unsere Existenz rechtfertigen müssen!“

Melanie Siegele
Landhaus Edelweiß, Tieflehn

„Ich bin für den Zusammenschluss, weil ich in dem wirtschaftlich nicht gut gestellten Tal auch für die jungen Leute eine Zukunft sehen möchte und weil wir mitentscheiden möchten, wie wir hier leben können.“

Trudi Melmer
Gastgeberin Biohotel Stillebach

„Ich liebe meine Arbeit im Tourismus und ich stecke sehr viel Herzblut in den Betrieb meiner Eltern und das will ich meinen Kindern auch noch weitergeben können.“

Vanessa Rauch
Almhof-Reithof Pitztal, Tieflehn

„Ich bin für den Zusammenschluss, weil dieser eine Initialzündung für uns Pitztaler ist, um weiterhin im Tal zu wirtschaften, zu arbeiten und natürlich zu leben. Der Tourismus ist unsere Lebensgrundlage. Jetzt sind die Entscheidungsträger am Zug, damit sich unsere Region weiterentwickeln kann.“

Raphael Eiter
Bergführer, Tieflehn

„Selbst dieser sanfte Tourismus, der im Pitztal sehr wohl schon jetzt existiert, braucht Rahmenbedingungen, unter denen wir Unternehmer*innen leben können müssen. Mit diesem Zusammenschluss stärken wir das Fundament unseres Zuhauses, damit wir und hoffentlich auch nächste Generationen gut in unserem Tal leben können.“

Anna Eiter
Pension Anna, Plangeross

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